Branding 2022 - Vermeide diese 21 Fehler!

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Branding ist ein komplexes Thema und es gibt immer mehr Fragen hierzu. Deshalb heute 21 gängige – aber vermeidbare – Wege, die dein Branding verwirrend machen und dein Wachstum behindern können…

Auf den Punkt gebracht könnte man eine „Marke“ als eine Organisation, Dienstleistung oder ein Produkt mit „starker Persönlichkeit“ beschreiben. Sie wird durch die Wahrnehmungen des Publikums geprägt.  

Hierbei muss dir bewusstwerden, dass ein Designer allein keine Marke „machen“ kann, denn das kann nur das Publikum. Doch ein guter Designer kann zum Fundament der Marke beitragen.

Viele unserer Studenten in der Digital Coach Academy glauben anfangs, dass zur Entwicklung einer Marke nur wenige Dinge nötig sind. Wie zum Beispiel Farben, Schriftarten, ein Logo oder ein Slogan. In Wahrheit ist es viel komplizierter.

Deshalb zunächst ein paar kurze Fakten:

Was ist eine Marke?

Das von außen wahrgenommene, emotionale Unternehmensimage als Ganzes.

Was ist eine Marken-Identität?

Alle visuellen Aspekte, die Teil der Gesamtmarke sind.

Im tieferen Sinne auch die Echtheit einer Person oder Sache; also die völlige Übereinstimmung mit dem, was sie ist oder als was sie bezeichnet wird.

Ein Logo dient zur Identifikation. Es identifiziert dein Unternehmen in seiner einfachsten Form. Logos leiten ihre Bedeutung von der Qualität der Dinge ab, die sie symbolisieren, nicht umgekehrt. Logos dienen der Identität, nicht der Erklärung.

Um dieses Konzept zu verstehen, stelle dir Logos wie Menschen vor. Wir ziehen es vor, beim Namen genannt zu werden – Doreen, Martin, Mikon, Natascha. Anstatt mit einer unklaren Beschreibung über uns „die Blonde, die immer grinst und viele Emojis postet“. 🙂

Deshalb sollte ein Logo nicht wörtlich beschreiben, was das Unternehmen tut, sondern das Unternehmen auf eine wiedererkennbare und einprägsame Weise identifizieren.

Was ist ein Slogan beim Brand Marketing?

Er vermittelt in kompakter Form deine Kernaussage, die (ideal) die Öffentlichkeit schlagartig (im gewünschten Sinne) beeinflussen sollte. Das Wort Claim wird oft synonym verwendet.

Was macht einen guten Slogan aus?

Gute Slogans wirken flüssig und rhythmisch und lassen sich dadurch leichter einprägen.

Marketing versus Branding

Branding und Marketing verfolgen ähnliche Ziele. Sie überschneiden sich, sind aber dennoch verschieden.

Branding ist langfristig. Marketingstrategien ändern sich.

Branding schafft Loyalität, Marketing fördert den Umsatz.

Dein Branding ist die Identität deines Unternehmens. Ein wichtiges Element des Branding ist deshalb zu definieren, wofür du bekannt sein willst, um diese Erwartungen dann zu erfüllen.

Marketing umfasst alle Aktivitäten, um dein Unternehmen zu bewerben. Die Inhalte, die du auf Social Media postest, deine Blog-Artikel, deine Videos auf YouTube usw.

Ziel des Marketings ist es, dein Publikum zu vergrößern und zu binden. Deine smarte Marketingstrategie spielt hier eine wichtige Rolle, wie die Leute deine Marke wahrnehmen, deine Positionierung.

Fangen wir beim Corporate Image an. 

Der Kerngedanke beim Corporate Image

Die Grundidee hinter einem „Corporate Image“ ist, dass alles, was du mit deinem Unternehmen tust, alles was es macht und produziert, die Werte und Ziele deines Unternehmens als Ganzes widerspiegeln sollte.

Und vor allem die Beständigkeit dieser Kernidee ist es, die dich und dein Unternehmen ausmacht, es antreibt, zeigt, wofür es steht, woran es glaubt und warum es existiert.

Das sind eben nicht nur Farben, Schriften Logo oder Slogan…

Als Beispiel einer genialen Markenentwicklung gehe ich kurz auf eine meiner Lieblingsmarken ‚Nike‘ ein.

Die Mission von Nike ist:

“BRING INSPIRATION AND INNOVATION TO EVERY ATHLETE* IN THE WORLD

*IF YOU HAVE A BODY, YOU ARE AN ATHLETE”

Nike

Nike hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Zukunft des Sports zu revolutionieren. Sie investieren die Kraft der Menschen, um die Welt voranzubringen. Kinder zum Sport zu bewegen, heißt für Nike eine aktive nächste Generation und eine stärkere Zukunft. Um die Zukunft des Planeten und des Sports zu schützen, konzentriert sich ihre Arbeit auch auf die Reduktion von CO2, Abfall, Wasser und Chemie.

Nike wurde 1964 zunächst unter dem Namen „Blue Ribbon Sports“ von Phil Knight und Bill Bowermann gegründet. Die beiden vertrieben Sportschuhe der Marke Onitsuka Tiger, heute bekannt als Asics, auf Sportveranstaltungen – aus dem Kofferraum eines Autos. Erst 1971 wurde das Unternehmen in „Nike“ umbenannt. Den Namen „Nike“ schlug der erste Mitarbeiter des Unternehmens, Jeff Johnson, vor. Angeblich sei er ihm im Schlaf eingefallen. Nike ist nach der griechischen Siegesgöttin benannt und wird „Naikie“ ausgesprochen – nicht „Naik“, wie viele fälschlicherweise annehmen.

Das Markenzeichen von Nike: Swoosh

Das Markenzeichen, der sogenannte Swoosh, soll an die Flügel seiner Namensgeberin erinnern, swoosh bedeutet übersetzt etwa „durch die Luft sausen“. 1971 entwarf eine 28-jährige Grafikstudentin das Logo, das heute zu den bekanntesten Markenzeichen der Welt gehört – für gerade einmal 35 Dollar (etwa 25 Euro). Viele Jahre später bedankte sich das Unternehmen mit einem diamantbesetzten Goldring in Swoosh-Form und mehreren Aktien im Gesamtwert von über 600.000 US-Dollar.

Der erste Store wurde 1967 ebenfalls von Jeff Johnson in Santa Monica, Kalifornien, eröffnet. Die ersten eigenen Turnschuhe von Nike wurden mit einem Waffeleisen bearbeitet, damit die Sohle das richtige Profil bekam.

Just Do It

Die drei Worte „Just do it“ sind seit Jahrzehnten nicht mehr aus den Kollektionen von Nike wegzudenken.

Doch der Slogan geht nicht etwa auf einen berühmten Leistungssportler zurück, sondern auf den verurteilten Serien-Mörder Gary Gilmore. Inhaftiert wegen zweifachen Raubmordes innerhalb weniger Tage im Juli 1976, lehnte er jeden Verteidigungsversuch ab und forderte seine eigene Todesstrafe, die nach einem halben Jahr Gefängnis verhängt werden sollte.

Dieser Zeitraum war Gilmore jedoch zu lang, er startete zwei erfolglose Selbstmordversuche. Letztlich entschied er sich für die Hinrichtung durch Erschießung auf mormonische Art: Das Blut sollte den Boden berühren, für ihn sei dies ein „Tod mit Anmut und Würde“. Seine letzten Worte vor der Hinrichtung zum Vollzugsbeamten sollen „Let’s do it!“ gewesen sein.

Als Dan Wieden, damaliger Werbechef von Nike, auf diese Geschichte stieß, ging ihm nur ein Gedanke durch den Kopf: „Es kommt nicht darauf an, ob man gewinnt oder verliert."

‚Mach es einfach‘ ist die Botschaft.

Seiner Meinung nach einem Leitsatz, der perfekt zur Nike-Philosophie passt(e). Leicht umgewandelt entstand 1988 so der Werbespruch „Just do it“.

Kurz nach Einführung des prägnanten Satzes konnte Nike seinen Umsatz um mehr als 8 Milliarden Dollar steigern und ist seit 1989 weltweit führender Sportartikelhersteller.

Brandmarketing heißt Beständigkeit

Weil es immer noch Leute gibt, die glauben, dass Branding an einem Nachmittag „erledigt“ werden kann, bis hin zu Unternehmen, die es völlig ignorieren, habe ich dir heute die häufigsten Brandingfehler von mittleren und kleinen Unternehmen zusammengestellt.

Denn Brandmarketing ist ein Schlüsselbereich, der dein Geschäft ausmachen oder zerstören kann, vor allem auf lange Sicht.

Meine Absicht ist nicht, dich zu deprimieren, sondern dich wissen zu lassen, wo es Schlaglöcher geben kann, und wie du sie vermeiden kannst.  

Eine Marke entwickelt sich nicht von selbst.

Das ist deine Aufgabe.

Sie ist die Blaupause dafür, wie die Welt dein Unternehmen sehen soll.

Eine Marke ist weder Kommunikation noch eine Abteilung im Unternehmen, sondern der verdichtete Ausdruck deiner unternehmerischen Spitzenleistung – und damit die Existenzgrundlage deines Unternehmens. Hier deshalb:

21 der häufigsten Fehler beim Brand Marketing und wie du sie vermeiden kannst

1. Die Bedeutung von Branding nicht verstehen

Was ist eine Marke?

Wie oben schon gesagt: Das von außen wahrgenommene, emotionale Unternehmensimage als Ganzes. Sie macht aus, wie die Welt dein Unternehmen sehen soll.

Deine Marke ist die Gesamtheit der Wahrnehmungen, die Menschen über dich und dein Unternehmen haben.

Aber Markenaufbau heißt auch die Reihe von Maßnahmen, die du ergreifen musst, um diese Marke zu pflegen.

Nimm dir deshalb die Zeit, um das Konzept wirklich zu verstehen und eine Erklärung oder ein Verständnis zu finden, das zu dir und deinem Tun passt. Du musst vollständig verstehen, was Branding ist, um es auf dein Unternehmen anwenden zu können. Spare also nicht an deiner eigenen Ausbildung.

2. Den Unterschied von Marketing und Branding nicht verstehen

Ooh yes. 😉

Branding definiert, wer oder was deine Marke ist – und Marketing macht andere darauf aufmerksam. Beide sind eng verwandt und es gibt viele Überschneidungen, aber wenn dir die Unterschiede nicht klar sind, kannst du beides nicht effektiv tun. Immer noch verwirrt? Hier ein Profi-Tipp: Kümmere dich zuerst um dein Branding und dann um das Marketing. 

3. Zu klein denken

Du hast eine lokale Firma? Ok, doch wahrscheinlich bist du globaler als du es selbst glaubst.

Sicher gibt es einige (Online-)Unternehmen, die sehr lokal unterwegs sind, wie z.B. der Lebensmittelhandel oder bestimmte Restaurants. Dennoch gibt es immer mehr Unternehmen, die eine globale Reichweite haben, selbst ohne bewusste Planung. Wenn z.B. du als Gastrobetrieb Apps wie TripAdvisor oder Google Maps nutzt, wirst du staunen, wie viele Neukunden du allein damit gewinnen kannst.

Stelle sicher, dass dein Branding keinen potenziellen internationalen Kunden beleidigt, indem du ihn schlicht vergisst oder unbeachtet lässt. Auch wenn du dir noch keinen schrecklichen Fauxpas geleistet hast, können manchmal kleine Details den Unterschied ausmachen, ob sich internationale Kunden bei dir wohl fühlen – oder sich künftig nie wieder blicken lassen.

4. Branding mit Logoentwicklung und Design gleichsetzen

Branding ist viel mehr als (Web- oder Grafik-)Design, auch wenn die Leute manchmal beides gleichsetzen. Branding ist größer als ein oder zwei Markenwerte, wie Visitenkarten oder sogar ein Logo (und verstehe mich nicht falsch, Logos sind enorm wichtig), aber Branding ist der konzeptionelle Akt, dein gesamtes Unternehmen zu definieren, und nicht nur ein paar hübsche Designs in deiner Wunsch-Firmenfarbe.

5. Du unterschätzt die Differenzierung

Am Ende dieses Spektrums steht das Geschäft, das du verlierst, wenn du die Differenzierung und Positionierung unterschätzt, weil du zu sehr auf Nummer sicher gehst und irgendwie doch alles unter einen Hut bringen willst.

Wenn deine Marke nichts Interessantes, Ungewöhnliches oder Einzigartiges, sprich ein gutes Image an sich hat, wird es wirklich schwierig sein, Marktanteile zu gewinnen.

Hier geht es um die Erforschung des Mitbewerbs. Diese Forschung wird dir helfen eine Nische zu finden und Lücken im Angebot deines Konkurrenten zu finden, die du vielleicht füllen kannst. Schwinge bei der Suche nach einem Unterscheidungsmerkmal nicht zu weit in die andere Richtung, aber versuche gleichzeitig was zu finden, dass es dir ermöglicht, auf eigenen Beinen zu stehen. 

6. Angst dich zu zeigen  

Einige Unternehmen, vor allem jüngere, stärker digitalisierte Marken, bemühen sich sehr, sich von der Konkurrenz abzuheben, indem sie versuchen mit allen Mitteln sichtbar werden. Das ist super, denn es ist schwer aufzufallen, wenn die Öffentlichkeit deine großartigen Services, Coachings oder deine veganen Rezepte gar nicht kennt, nur weil du in deinem selbsterbauten Elfenbeinturm feststeckst.

Allerdings haben manche Unternehmen beim Gerangel um Aufmerksamkeit auch schon die Grenze überschritten und es endete weniger gut. Interessant ist gut, doch vergiss nicht, dass es einiges an Strampelarbeit erfordern kann, um wieder ins gelobte Land der „soliden Unternehmen“ zurückzukehren.

7. Unfähig sein, Fehler zuzugeben

Markenfehler?

Ja, wir haben einige selbst gemacht, viele erlebt und du kannst so ziemlich alle Online finden. Selbst die erfahrensten Marken vermasseln manchmal was. Wenn sowas passiert, besteht der einzige Weg seinen Ruf zurückzugewinnen darin, den Fehler einzugestehen und ehrlich zu sein. Wenn du deinen Fehler rechtzeitig eingestehst, hast du die Chance, ihn wieder gutzumachen. Selbst einige der abscheulichsten Marken- Fauxpas können in den Hintergrund treten, wenn du bei der Wahrheit bleibst.

Beispiele für Marken Fauxpas

Als das Schweizer Unternehmen Schweppes in Italien eine Werbekampagne für sein Tonic startete, entschied man sich für den Namen „il water“. Klingt ziemlich italienisch, oder? Was sie jedoch nicht bedachten, war, dass „il water“ auf Italienisch „die Toilette“ bedeutet. Natürlich wollten sie kein Toilettenwasser verkaufen und änderte den Namen in Schweppes Tonica. Zum Glück gab ihnen der italienische Markt eine zweite Chance, aber ein einfacher Check auf Google Translate hätte ihnen die Peinlichkeit ersparen können.

Als Kentucky Fried Chicken ihren Slogan „Finger lickin‘ good“ ins Chinesische übersetzte, kam er als „Eat your finger off“ heraus.

Als General Motors den Chevy Nova in Südamerika vorstellte, war ihm offenbar nicht bewusst, dass „no va“ „es geht nicht“ bedeutet.

8. Die eigenen Regeln beim Branding vergessen

Wenn du an diesem wichtigen Meilenstein beim Aufbau deiner Marke angekommen bist, solltest du dir einen Style-Guide anlegen, der deinen Markenregeln entspricht. Damit stellst du eindeutig und klar die Authentizität deiner Marke für alle Mitarbeiter, Abteilungen, Kanäle und Materialien hinweg, sicher. Zudem ist dies auch eine große Hilfe für alle Drittparteien, die du in den Bereichen Marketing, Content, Grafikdesign, Produktdesign usw. anstellst. 

9. Mangelnde Konsistenz beim Branding über alle Kanäle hinweg

Sobald du deine Branding Hausaufgaben gemacht hast, musst du sicherstellen, dass deine Marke auf allen Kanälen, auf denen dein Unternehmen präsent ist, ähnlich dargestellt wird. Das heißt, im Printbereich ebenso, wie im Unternehmensblog, im TV, Video, Social Media, auf Events, im PR usw. Inkonsistenz sendet eine gemischte Botschaft an die Öffentlichkeit, und der einzige Ort, an dem du wirklich festhalten musst, ist deine Marke. Deine Marketing- und Brandingregeln werden dir zudem dabei helfen viel effektiver zu sein.

10. Mangelnde Konsistenz in „unsichtbaren Bereichen“

Es kann überraschend einfach sein, an den klar sichtbaren Stellen für Gleichförmigkeit zu sorgen, doch wie schnell passiert es, dass man die Bereiche und Situationen vergisst, die weniger häufig auftreten.

Stelle deshalb auch hier sicher, dass alles, was von deinem Unternehmen nach draußen geht, egal ob Komplimente oder Rechnungen, markenkonform sind, und nicht nur dein LinkedIn oder Instagram-Konto.

Sorge zusätzlich zu diesen Markenregeln dafür, dass eine interne Kultur der Markentreue und des Markenbewusstseins bei allen Mitarbeitern vorhanden ist, vom C-Level bis zum Empfang.

11. Du bist ZU trendorientiert beim Branding

Ein Superstar am Markenhimmel zu werden, kann sowohl neuen Marken als auch gut Etablierten passieren, also muss jeder auf dem Laufenden bleiben. Jedes Jahr gibt es neue Branding und Marketing Trends, und obwohl es okay ist, sie als Inspirationsquelle oder als Grundlage zu nutzen, kann das wörtliche Kopieren oder das sofortige Umsetzen nicht nur verzweifelt aussehen, sondern auch schnell zum Schnee von gestern gehören.

Deshalb ist es ebenfalls ein NO-GO gleich immer von Trend zu Trend zu springen, denn das gehört auch in die Art von Inkonsistenz, über die wir schon oben gesprochen haben. Es ist besser, einen für dich passenden Mittelweg zu finden, der die Zeit überdauert, denn deine Marke wird hoffentlich noch einige Zeit bestehen.

12. Du verleugnest deine Ursprünge beim Branding

Hier ein Tipp für die etablierten Marken. Es kann schwierig sein, die Balance zwischen Alt und Neu zu finden, aber wenn deine Marke schon eine Weile existiert, denke zumindest daran, dass du schon viele Fans hast, die dich vielleicht gerade für deine traditionelle, vertraute und beruhigende Marke lieben.

Updates, die zu weit von deinen Ursprüngen abweichen, können manchmal fehlschlagen. Gehe hier also vorsichtig vor und recherchiere gut, bevor du ein Re-Branding deiner bestehenden Marke planst.

Einige fehlgeschlagene Re-Brandings können zwar gerettet werden, aber es kostet in der Regel viel Energie und viel Geld.

13. Du zeigst dich überheblich

Auch wenn das Ergebnis von spannend bis urkomisch sein kann, sei vorsichtig damit, was du dir mit deinem Markennamen erlaubst. Auf jede neue Verbindung mit Partnern zum Beispiel, die dir zwar neue Geschäfte und zusätzliche Einnahmen bringen können, kommen 10 weitere hinzu, die deine Kunden zum Kopfkratzen veranlassen können, was nie ein gutes Zeichen ist. Passender Beitrag: Transformation des Ego

14. Du vergisst das Copywriting beim Branding

Branding ist ein sehr visuelles Unterfangen, aber mache nicht den Fehler, Texte stiefmütterlich zu behandeln, indem du Bilder den „heiligen Gral“ zuweist.

Selbst wenn Copywriting für dein Branding eine untergeordnete Rolle spielen sollte, weil du Designer, ist es enorm wichtig und es lohnt sich, wenn du dich professionell damit befasst!

Kernbotschaften, Leitbilder, Slogans und Inhalte sind wesentliche Markenelemente, und sie alle beruhen auf dem geschriebenen Wort. Gutes Copywriting steigert nicht nur deinen Umsatz und die Conversions, sondern hat auch einen großen Einfluss darauf, wie die Leute dich und deine Marke in Bezug auf Authentizität, Reputation und Vertrauenswürdigkeit sehen.

15. Du zeigst dich eindimensional

Ich habe schon die Tugenden der Beständigkeit gepriesen und rate dir auch daran festzuhalten.

Ebenso solltest du auch niemals von den eigenen strengen Grenzen deiner Markenregeln abweichen. Klar, denkst du jetzt, dann bin ich bald eine ziemlich langweilige Marke….

Nein, keinesfalls, nicht wenn du deiner Marke diverse Persönlichkeitsfacetten verleihst. Wenn du mit dem Branding Know-how deines Unternehmens vertraut bist, ist es an der Zeit diese Vertrautheit zu nutzen, um deiner Marke Persönlichkeit und Charakter zu verleihen.

Füge deinen Beiträgen Humor hinzu, erzähle Geschichten und nutze auch die Magie der Nostalgie, um diverse Anteile deiner Persönlichkeit für sich selbst sprechen zu lassen. 

16. Du vernachlässigst deine Updates beim Branding

Wenn du deine Marke erstellt und oder entstaubt hast, solltest du dich alle paar Monate daran erinnern und dich fragen, ob du noch am Puls der Zeit bist. Natürlich willst du, wie oben schon gesagt, nicht, dass deine Marke von jedem vorübergehenden Trend mitgerissen wird, aber ebenso wenig willst du, dass sie müde, altmodisch oder irrelevant dasteht. Das richtige Gleichgewicht zu finden, kann schwierig sein, aber es ist eine Balance, an der du ständig arbeiten musst. 

17. Du brandest dich auf Teufel komm raus

Sich zu sehr anzustrengen, sieht nicht nur verzweifelt aus, sondern es kommt auch deutlich so rüber. Yep, immer und immer wieder, kann man das beobachten, über alle Kanäle hinweg.

Versuche deine Marke natürlich und organisch zu entwickeln.

Vermeide die Versuchung, sie in einen supercoolen Trend, eine schon abgeschlossene Identität oder eine bestimmte aktuelle Rolle zu pressen.

Das Gleiche gilt für den Versuch, superclever zu wirken – die Öffentlichkeit kann Falschheit meilenweit riechen, und es kommt nicht gut an.

18. Du sprichst mit deinem Branding alle auf einmal an

In dem Beitrag geht es um Branding, aber das Konzept als solches steht für viele Bereiche und Situationen. Sei dir bewusst, dass du nicht für alle Menschen alles sein kannst. Der Versuch, mehr Zielgruppen anzusprechen, indem du bestimmte Elemente deiner Marke abschwächst oder andere verstärkst, wird dir nicht helfen, mehr Kunden zu gewinnen. Allerdings wird es dafür sorgen, dass deine bestehenden Kunden verwirrt sind. Zudem wirst du neue Kunden abschrecken, weil sie sich nicht mit Wischiwaschi deiner Marke identifizieren können. Nimm deine Marke an, wie sie ist und gehe DEINEN Weg – diese Klarheit wird den Menschen helfen, dich zu finden!  

19. Du prokrastinierst in deiner Branding-Deadline

Bei vielen Unternehmen, die ich kenne, ist das Branding „gerade noch in Arbeit“, es ist eine „geplante Auffrischung im Gange“ oder „es ist okay“, wie es ist.

Grundsätzlich ok, denn solides Branding braucht einiges an Aufwand. Branding ist nicht etwas, das du an einem Wochenende fertigstellen kannst. Dennoch rate ich dir, setze dir bei allen „Ausreden“ immer ein Endziel und eine Frist, um auch das Branding abzuschließen.

Es gibt hier echte Dauernörgler, die nie ganz glücklich mit dem sind, wie es ist und stochern weiter auf ihre Marke rum, um „alles genauestens und perfekt zu machen“…auch ich habe mal dazu gehört.

Wenn es dir so geht, mach dir bewusst, dass eine Marke, die immer in Bewegung ist, niemals Wurzeln schlagen wird. Doch genau diese Wurzeln sind der Schlüssel, du brauchst sie, denn sie sind die Basis für dein Unternehmen. Stell dir dein Branding wie die Fundamente eines Hauses vor, wenn sie fehlen, wird alles andere was du baust wackelig sein. 

20. Du nimmst keine Hilfe an

Sicher, einige von uns glücklichen Unternehmern haben ein solides Verständnis von Psychologie, Grafikdesign und Texten, aber noch mehr von uns nicht. Branding ist deutlich komplizierter, als es zunächst den Anschein hat, weshalb wir der Meinung sind, dass ein Profi die beste und günstigste Lösung sein wird.

21. Weißt du, was der größte Markenfehler überhaupt ist? Nichts tun.

Da hast du sie also.

21 gängige – aber vermeidbare – Wege, die dein Branding verwirrend machen und dein Wachstum behindern können.

Einige dieser Punkte sind in der Planungsphase riskant, aber viele können deine Marke selbst nach Jahren oder Jahrzehnten noch negativ beeinflussen.

Wenn du all diese Fehler im Auge behältst, solltest du deine Marke jetzt und für viele Jahre sicher halten können.

MYWAY Digital – die Branding Experten

Wenn du Branding-Experten wie uns von MYWAY engagierst, wird die zuständige Person nach all diesen möglichen Fallstricken Ausschau halten. Beim Brandmarketing musst du mit vielen Bällen jonglieren, weshalb ich dir diese Hilfe gerne anbiete.

Wenn du dich entschieden hast, dich selbst um das Branding zu kümmern, musst du wachsam bleiben.

Wenn du fest entschlossen bist, es allein zu machen, weißt du jetzt zumindest was auf dich zukommt.

Branding ist nicht einfach und geht keinesfalls schnell, aber mit offenen Augen offen und etwas Demut wirst auf der anderen Seite des Branding-Prozesses mit einer starken Marke, die dein Unternehmen weit in die Zukunft steuern kann, als Sieger hervorgehen.

Ein erfolgreiches Jahr 2022 wünscht von Herzen

Deine Doreen von der Digital Coach Academy powered by MYWAY GmbH

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